Friedrich Hölderlin (1770 – 1843)

Mit "Hyperion" hat Friedrich Hölderlin ein Gesicht an dem freiheitsliebenden Romantiker gegebeben, der er selbst war. Die Suche Hyperions seines im alltäglichen Leben fehlenden Ideals in Griechenland, eine Suche voll Enthusiasmus aber auch Leid und Enttäuschung, findet bei Hölderlin eine Beschreibung ohne gleichen.

153 Gedichte und Texte Hölderlins wurden vertont.

Bekannteste Vertonung des Hyperions Schicksallied ist die von Brahms (für Orchester und Chor). Auch der Leipziger Komponist Wolfgang Fortner (1907-1987) hat das Lied vertont (Vier Gesänge nach Worten von Friedrich Hölderlin, 1933).

Andere Komponisten die Hölderlins Gedichte vertonten:

Hans Erich Apostel (1902-1972, Diotima), Wolfgang Rihm (1952-, Drei Hölderlin Gedichte), Victor Ullmann (1898-1944, Hölderlin Lieder), Benjamin Britten (1913-1976, Six Hölderlin Fragments), Wilhelm Killmayer (1927-2017, Drei Gesänge nach Hölderlin) und natürlich Hermann Reutter, der ausser die Drei Monologe von Empedokles, drei andere Gesänge nach Hölderlin (op.56) geschrieben.

Friedrich Hölderlin

wurde am 20. März 1770 in Lauffen am Neckar geboren. Sein Vater war Verwalter des Klosterhofs. Er starb bereits zwei Jahre nach der Geburt Hölderlins. Seine Mutter heiratete bald darauf ein zweites Mal und zog 1774 nach Nürtingen. Von seiner Mutter zum Pfarrerberuf bestimmt, studierte Hölderlin 1788 bis 1793 im Tübinger Stift Theologie. Während der Studienzeit veröffentlicht er erste Gedichte und arbeitet an seinem Roman „Hyperion“. Fünf Monate nach Ausbruch der Französischen Revolution besucht Herzog Karl Eugen das Tübinger Stift und ermahnt die zum Großteil republika-nisch gesinnten Stiftler zu „strenger Ordnung und Gesetzlichkeit“. Hölderlin ist auf der Seite der Fran-zosen, der „Verfechter der menschlichen Rechte“, lehnt aber den Jakobinerterror strikt ab. Pfarrer möchte er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr werden. Nach gut bestandenem Examen erhält er auf Vermittlung Schillers eine Stelle als Hauslehrer bei Char-lotte von Kalb. Schiller veröffentlicht 1794 ein Fragment seines Romans „Hyperion“, der 1797 er-scheint, der zweite Band folgt 1799. Im selben Jahr 1794 hält sich Hölderlin längere Zeit in Jena und Weimar auf, wo er häufig Schiller besucht und bei diesem mehrfach mit Goethe zusammentrifft, der ihn und sein Werk eher skeptisch beurteilt. 1795 bis 1798 ist er Hauslehrer bei der Frankfurter Ban-kiersfamilie Gontard. Er verliebt sich in dessen Ehefrau Susette, die er als „Diotima“ verklärt. SeineLiebe wird erwidert, der Bankier entlässt ihn.. 1801 ist er als Hauslehrer in Hauptwil in der Schweiz, 1802 bei einem deutschen Konsul in Bordeaux. Die Strecke nach Südwestfrankreich wandert er von Anfang Dezember bis Ende Januar. Ende Mai wandert er über Paris zurück und trifft Mitte Juni bei Freunden in Stuttgart ein. Dort erreicht ihn die Nachricht vom Tode Susette Gontards, was ihn endgültig aus der Bahn wirft. Seinen Freunden und seiner Familie fallen deutliche Zeichen einer psychischen Krankheit an ihm auf, doch arbeitet er gleichzeitig an der Übersetzung der Dramen des griechischen Dichters Sophokles, die bei einem Frankfurter Verlag erscheinen, der auch einen Gedichtband herausbringen will. Trotz seiner seelischen Zerrüttung lässt er sich von seinem Freund Isaac von Sinclair dazu überreden, eine Stelle als Hofbib-liothekar in Homburg zu übernehmen. Dort verschlechtert sich sein Zustand weiter und er wird schließlich gegen seinen Willen 1806 in eine Klinik in Tübingen eingeliefert, die sich mit psychisch Kranken befasst, 1807 wird er als unheilbar entlassen und dem Tübinger Schreinermeister Ernst Zimmer in Pflege gegeben, der seinen Roman Hyperion begeistert gelesen hatte. Hölderlin ist 37 Jahre alt. Bis zu seinem Tod am 7.Juni 1843 lebt er weitere 36 Jahre im „Tübinger Turm“ am Neckar, der zu Zimmers Haus gehört, schreibt Gedichte und wird von Freunden und Studenten regelmäßig besucht.Hölderlins Werk wird erst nach seinem Tode einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Friedrich Nietz-sche (1844 - 1900) bezeichnet ihn als seinen Lieblingsdichter. Er gilt als einer der ersten Vertreter einer intensiven und positiven Hölderlin-Rezeption. Erst die Nachwelt war fähig, die Lyrik Hölderlins in ihrer Tiefe und Modernität zu verstehen.

Arbeitskreis für Landeskunde/Landesgeschichte am RP Stuttgart

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