Sappho (c. 630 – c. 570 BC)

Sappho, eine der wichtigsten Dichterinnen der Antike, hat nicht nur mit ihre Lyrik viele Komponisten inspiriert, sondern auch mit ihrem eigenem Leben. Pacini schreibt im Jahr 1840 die Oper "Saffo" über ihre unglückliche Liebe zu Phaon. Die bekannnteste aber bleibt "Sapho" von Charles Gounod (Opera Garniér, 1851). Die Arie"Oh ma lyre immortelle" gehört mittlerweile zum Repertoire von vielen Mezzosopranistinnen.

Interessanter Fakt: Im Jahr 1963 beauftragt Chicago-Opera die australische Komponistin Peggy Glanville-Hicks, eine Oper für Maria Callas zu schreiben. Das Libretto für "Sappho" hat der englische Schriftsteller Lawrence Durell geschrieben, selbst ein Philhellen. Die Oper wurde erst im Jahr 2013 aufgeführt.

Sappho

Die griechische Dichterin Sappho wurde vor dem Jahr  600 v. Chr. geboren und lebte vorwiegend auf der Insel Lesbos, wo sie im Kult der Aphrodite und der Musen Freundinnen und Schülerinnen um sich sammelte (Sapphismus). Wie zu dieser Zeit üblich, wurden Mädchen und Frauen unterrichtet und ihre vielversprechenden Talente in Anmut, Grazie, Poesie, Philosophie und Musik gefördert. Edle und gebildete Frauen bemühten sich intensiv um ihre Schülerinnen, die sich  gern den erfahreneren Frauen anschlossen. Diese Frauengesellschaften pflegten die Tradition und gaben von Generation zu Generation ihr Wissen weiter. So gründete auch Sappho auf Lesbos ihre Sängerinnen-Schule, die weithin Ruhm erlangte.

Der Dichter Alkaios beschreibt Sappho als liebenswürdige, heitere, anmutige und würdevolle Frau, gibt ihr Attribute wie veilchenlockig, hehr und süßlächelnd.

Nach der Sage, die nach ihren Gedichttexten entstand, soll sich Sappho aus unerwiderter Liebe zu Phaon vom Leukadischen Felsen gestürzt haben. Dennoch ist es ebenso möglich, wenn nicht wahrscheinlicher, daß es sich bei Sapphos Worten nur um dichterische Erfindungen handelte, die gerade das Sujet der unerwidert Liebenden und Leidenden zum erhöhten Thema werden ließ. So dient auch die Erzählung vom todessehnsüchtigen Felsensprung als literarisches Mittel, sich von seinen Leiden zu befreien und somit den Wahn und die Berauschtheit der Liebe zu beschreiben und ist nicht als wirkliche historische Tatsache zu interpretieren.

Sappho war die größte Lyrikerin des Altertums. Ihre Lieder sind Götterhymnen, Hochzeits- und Liebeslieder. Die Lieder wurden später in 9  Büchern vereinigt, doch sind heute neben Bruchstücken nur wenige Lieder erhalten. Horaz nahm das Versmaß des 1. Buches als sapphisches Maß zum Vorbild für viele Oden.

In der späteren griechischen Geschichte wurden die Dichtungen Sapphos kritisiert und teilweise geächtet, indem man Sappho als Hetäre beschuldigte und ihren guten Ruf durch üble Gerüchte zerstörte. Grund dafür war wahrscheinlich ihre leidenschaftliche und hingebungsvolle Lyrik, in der sie die Liebe pries und ihre Empfindungen ausdrückte. Dies galt in späteren Zeiten nicht mehr als sittsam genug. Die Liebe wurde nur noch überhöht und in abstrakterer Form beschrieben. Dazu kam, daß die Frauen und Mädchen auf Lesbos ein eigenständiges, unabhängiges, geselliges und öffentliches sowie freies Leben führten. Die Frauen waren gebildet, konnten ihre Talente in der Poesie und in den philosophischen Betrachtungsweisen entwickeln. Dies alles war den späteren Frauen, z.B. in Athen nicht mehr vergönnt. Diese lebten zurückgezogen für die Familie, den Haushalt und beaufsichtigten das Personal.  Insofern ist Sapphos spätere Ächtung auch als bewußte Diskriminierung der Frauen zu verstehen.

Es wird darüber spekuliert, ob sie mit einem reichen Andrier vermählt gewesen sei und mit ihm eine Tochter hatte. Geboren wurde sie in Mytilene und stammte aus einem Adelsgeschlecht. Der Name des Vaters scheint Skamandronymos, der Name ihrer Mutter und Tochter Kleis gewesen zu sein. Aus politischen Gründen mußte sie 596 v. Chr. nach Sizilien flüchten.

Im Jahr 568 v. Chr. soll Sappho noch gelebt haben. Ihr Todesjahr ist nicht genau bekannt.

Für mehr Infos siehe die englische Version.

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