

Johannes Brahms, geboren am 7. Mai 1833 in Hamburg, war ein deutscher Komponist und Pianist der Romantik, der als einer der größten „Klassiker“ nach Beethoven gilt und die Tradition mit moderner Emotionalität verband.Aus ärmlichen Verhältnissen (Vater Kontrabassist) erhielt er früh Klavierunterricht. 1853 entdeckte ihn Joseph Joachim; durch ihn lernte er Robert und Clara Schumann kennen, die ihn enthusiastisch förderten (Schumann nannte ihn „einen Auserwählten“). Nach Roberts Tod 1856 entwickelte sich eine lebenslange, tiefe (platonische?) Freundschaft zu Clara Schumann.Brahms lebte meist in Wien (ab 1862), wo er als Pianist, Dirigent und Komponist wirkte. Er schuf 4 Sinfonien (Nr. 1 als „Beethovens Zehnte“ gefeiert), 2 Klavierkonzerte, das Violinkonzert, das Doppelkonzert, das Deutsche Requiem (1868, sein Durchbruch), Kammermusik (3 Streichquartette, Klarinettenwerke), Klavierwerke (Ungarische Tänze, späte Intermezzi), Lieder und Chorwerke. Sein Stil: strenge Form, dichte Polyphonie, reiche Harmonik und melancholische Tiefe – er war Traditionalist in einer Zeit der Programmmusik.Er blieb unverheiratet, genoss das Wiener Leben (Bier, Zigarren, Freunde). Brahms starb am 3. April 1897 in Wien an Leberkrebs. Seine Musik steht für emotionale Intensität, meisterhafte Handwerkskunst und Brücke zwischen Klassik und Spätromantik.
Lieder
5 Romanzen und Gesänge Op. 84
No 4. Vergebliches Ständchen (Niederrheinisches Volkslied)