

Manuel de Falla, geboren am 23. November 1876 in Cádiz, war der bedeutendste spanische Komponist des 20. Jahrhunderts. Er verband tief verwurzelte spanische Folklore mit moderner Harmonik, Rhythmik und impressionistischen Einflüssen – ein Höhepunkt der nationalen spanischen Musik.Aus einer wohlhabenden Familie stammend, studierte er in Madrid Klavier und Komposition, zunächst autodidaktisch, später bei Felipe Pedrell, dem Begründer der spanischen Musikrenaissance. 1907 ging er nach Paris, wo er Debussy, Ravel, Dukas und Albéniz traf – diese Begegnungen prägten seinen Stil entscheidend.Hauptwerke:Noches en los jardines de España (Nächte in den Gärten Spaniens, 1916) – sinfonische Impressionen für Klavier und Orchester
El amor brujo (Der Liebeszauber, 1915) – Ballett mit dem berühmten „Ritualfeuertanz“
El sombrero de tres picos (Der Dreispitz, 1919) – Ballett nach Alarcón, voller andalusischer Vitalität
Fantasia Bética (1919) für Klavier
La vida breve (Das kurze Leben, 1913) – seine erste Oper
El retablo de maese Pedro (Meister Pedros Puppenspiel, 1923) – Kammeroper nach Cervantes
Concierto de Aranjuez-ähnlich: Concierto para clave y cinco instrumentos (Harpsichordkonzert, 1926)
Spätwerk: Atlántida (unvollendet, nach seinem Tod von Ernesto Halffter fertiggestellt)
Falla lebte ab 1921 in Granada, wo er mit Lorca die „Cante Jondo“-Wettbewerbe organisierte. Ab 1939 im Exil in Argentinien (wegen des Spanischen Bürgerkriegs und seiner republikanischen Haltung), starb er am 14. November 1946 in Alta Gracia bei Córdoba, Argentinien.Seine Musik ist geprägt von andalusischem Flamenco, kastilischer Strenge, rhythmischer Kraft und raffinierter Klangfarbe – er schuf eine unverwechselbare, authentische spanische Moderne.
Lieder
Siete canciones populares españolas
No 1. El paño moruno
No 2. Seguidilla murciana
No 3. Asturiana
No 4. Jota
No 5. Nana
No 6. Canción
No 7. Polo