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Reynaldo Hahn

Caracas 1874 - Paris 1947

Monochrome Sky
Caracas 1874 - Paris 1947

Reynaldo Hahn (Reynaldo Hahn de Echenagucia), geboren am 9. August 1874 in Caracas, Venezuela, war ein venezolanisch-französischer Komponist, Dirigent, Musikkritiker und Sänger – ein charmanter Vertreter der Belle Époque und Meister des französischen Mélodie.Sohn eines deutschen jüdischen Vaters und einer katholischen venezolanischen Mutter, zog die Familie 1878 nach Paris. Dort wurde der junge Reynaldo mit 10 Jahren Schüler am Conservatoire (u. a. bei Massenet). Früh berühmt als Wunderkind-Sänger und Komponist, war er Mittelpunkt der Pariser Salons – eng befreundet mit Marcel Proust (der ihn in „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ verewigte), Sarah Bernhardt, Anatole France und anderen. Hahn schuf über 100 Mélodies (Lieder), die für ihre Eleganz, Sensibilität und perfekte Deklamation berühmt sind (z. B. „À la lumière“, „L’heure exquise“, „Si mes vers avaient des ailes“, „Infidélité“). Weitere Werke: Operetten („Ciboulette“ 1923, sein größter Bühnenerfolg), Opern („Le marchand de Venise“), Orchesterstücke („Le bal de Béatrice d’Este“), Kammermusik, Klavierwerke und sakrale Musik.Er war auch ein brillanter Interpret seiner eigenen Lieder (oft am Klavier begleitend), Dirigent (u. a. an der Opéra) und langjähriger Musikkritiker. Hahn blieb zeitlebens elegant, witzig und konservativ – ein Bewahrer der klassischen französischen Tradition in einer modernen Zeit.Er starb am 28. Januar 1947 in Paris und wurde auf dem Père-Lachaise-Friedhof beigesetzt, nahe Proust. Seine Musik verkörpert die raffinierte, melancholische Schönheit der Fin de Siècle – intim, poetisch und unvergänglich.

Lieder

Venezia

No 1. Sopra l'acqua indormenzada
No 2. La Barcheta
No 3. L'avertimento
No 4. La Biondina in Gondoleta
No 5. Che peca!
No 6. La Primavera

Noten/Scores:
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