

Béla Bartók, geboren am 25. März 1881 in Nagyszentmiklós (heute Sânnicolau Mare, Rumänien), war ein ungarischer Komponist, Pianist, Ethnomusikologe und einer der wichtigsten Vertreter der musikalischen Moderne des 20. Jahrhunderts.Aus einer musikalischen Familie stammend, zeigte er früh Genie (erstes öffentliches Klavierkonzert mit 11). Er studierte in Pressburg und Budapest bei István Thomán und László Erkel. Ab 1905 begann er zusammen mit Zoltán Kodály systematisch osteuropäische Volksmusik zu sammeln – Tausende Aufnahmen aus Ungarn, Rumänien, Slowakei, Bulgarien etc. Diese Feldforschung prägte sein gesamtes Schaffen tief.Bartóks Stil verbindet folkloristische Rhythmen und Skalen mit moderner Harmonik, Polytonalität und scharfer Rhythmik – wegweisend für die Neue Musik. Hauptwerke: 6 Streichquartette (bes. Nr. 4 & 5), Konzerte (Klavierkonzerte Nr. 2 & 3, Violinkonzert, Konzert für Orchester 1943), Bühnenwerke („Herzog Blaubarts Burg“, „Der holzgeschnitzte Prinz“, „Das Wunderbare Mandarinen“), Mikrokosmos (153 Klavierstücke für den Unterricht), Sonaten und Orchesterwerke.Politisch antifaschistisch, emigrierte er 1940 in die USA (Harvard, New York). Dort litt er unter Armut und Leukämie; er komponierte bis zuletzt (Konzert für Orchester als Auftrag der Koussevitzky-Stiftung wurde ein Welterfolg).Bartók starb am 26. September 1945 in New York. Seine Asche wurde 1988 nach Budapest überführt. Er gilt als Begründer der wissenschaftlichen Ethnomusikologie und Schöpfer einer einzigartigen, vitalen und intellektuellen Tonsprache.

Lieder
"Húsz magyar népdal, Sz. 92, BB 98" (Twenty Hungarian Folksongs)
Book 3: Vegyes dalok (Diverse Songs)
No 9. Juhászcsúfoló (The Shepherd)
No 10 .Tréfás nóta (Joking Song)
No 11. Párosító (1) (Nuptial Serenade 1)
No 12. Párosító (2) (Nuptial Serenade 2)
No 13. Pár-ének (Dialogue Song)
No 14. Panasz (Lament)
No 15. Bordal (Drinking Song)