

Carl Bohm (auch Karl Bohm oder unter dem Pseudonym Henry Cooper bekannt), geboren am 11. September 1844 in Berlin, war ein deutscher Pianist, Violinist und Komponist der Spätromantik, der vor allem für seine zugänglichen, melodischen Salonstücke und Violinkompositionen berühmt wurde.Aus einer musikalischen Familie stammend, erhielt er eine fundierte Ausbildung und war als Virtuose auf Klavier und Violine tätig. Bohm lebte zurückgezogen und komponierte zahlreiche leichte, gefällige Werke für Violine und Klavier, die bei Geigenschülern und Amateuren sehr beliebt waren und bis heute im Unterricht gespielt werden.
Zu seinen bekanntesten Stücken zählen:Perpetuo mobile op. 257 (ein virtuoses, endlos wirkendes Stück)
Introduction und Polonaise op. 12
Sarabande
Kleine Suite
La Zingana (Zigeunerlied)
sowie viele Charakterstücke, Romanzen, Gavotten und Mazurken im Salonstil.
Sein Stil ist geprägt von eingängigen Melodien, brillanter Virtuosität und sentimentaler Romantik – typisch für die populäre Konzert- und Unterrichtsliteratur des späten 19. Jahrhunderts. Bohm starb am 4. April 1920 in Berlin.Obwohl er zu Lebzeiten sehr erfolgreich war, geriet er später etwas in Vergessenheit; seine Werke leben jedoch in der Violinpädagogik weiter.
