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Charles Ives

Danbury 1874 - New York 1954

Monochrome Sky
Danbury 1874 - New York 1954

Charles Ives, geboren am 20. Oktober 1874 in Danbury, Connecticut, war ein amerikanischer Komponist der Moderne – einer der radikalsten und originellsten Pioniere der US-amerikanischen Musik des 20. Jahrhunderts.Sohn eines Bürgerkriegs-Bandleaders (George Ives), lernte er früh Violine, Klavier, Orgel und Komposition; sein Vater experimentierte mit Polytonalität, Mikrotonen und „unhörbaren“ Klängen – das prägte Ives lebenslang. Er studierte an der Yale University bei Horatio Parker, doch Ives entschied sich bewusst gegen eine reine Musikerlaufbahn: Ab 1906 arbeitete er erfolgreich als Versicherungsmakler (Ives & Myrick), wurde Millionär und komponierte abends und am Wochenende.

Sein Stil ist revolutionär: Polytonalität, Polyrhythmik, Dissonanzen, Zitate aus amerikanischer Folklore, Hymnen, Marschmusik, Ragtime, Kirchenliedern – alles kollidiert in einer dichten, chaotischen, aber visionären Klangwelt. Hauptwerke:

  • 4 Sinfonien (Nr. 2 „The Resurrection“, Nr. 3 „Camp Meeting“, Nr. 4 mit Chor und Fernorchester)

  • Concord Sonata für Klavier (mit Emerson, Hawthorne, The Alcotts, Thoreau)

  • Three Places in New England

  • The Unanswered Question

  • Central Park in the Dark

  • über 100 Lieder, Streichquartette, Kammermusik.

Ives war ein radikaler Individualist, Transzendentalist (Emerson, Thoreau), Patriot und Experimentierer – er schrieb Jahrzehnte vor Stravinsky oder Schönberg atonal-polyphone Musik. Zu Lebzeiten fast unbekannt, wurde er erst ab den 1930er/40er Jahren entdeckt (Pulitzer-Preis 1947 für Sinfonie Nr. 3).Er heiratete 1908 Harmony Twichell; das Paar hatte keine Kinder. Ives starb am 19. Mai 1954 in New York. Sein Vermächtnis: Er begründete eine eigenständige amerikanische Moderne, frei von europäischen Konventionen – chaotisch, demokratisch, transzendental.

Lieder

From „114 Songs“

Songs my mother taught me
Serenity "O, Sabbath rest of Galilee"
Hymn "Thou hidden love"
Wiegenlied

Noten/Scores:
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