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Gustav Mahler

Kalischt 1860 - Wien 1911

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Kalischt 1860 - Wien 1911

Gustav Mahler, geboren am 7. Juli 1860 in Kaliště (Kalischt, Böhmen, heute Tschechien), war ein österreichischer Komponist und Dirigent der Spätromantik – einer der größten Sinfoniker aller Zeiten und Brückenbauer zur Moderne.Als zweites von 14 Kindern (nur 6 überlebten die Kindheit) eines jüdischen Schnapsbrenners und einer unglücklich verheirateten Mutter wuchs er in Iglau (Jihlava) auf – als deutschsprachiger Jude unter Tschechen ein Außenseiter. Früh zeigte er musikalisches Genie; ab 1875 studierte er am Wiener Konservatorium (Klavier, Komposition bei Julius Epstein, Robert Fuchs). Er konvertierte 1897 zum Katholizismus, um Direktor der Wiener Hofoper zu werden (1897–1907) – eine Ära höchster künstlerischer Intensität, aber auch Konflikte mit Antisemiten und Presse.Als Dirigent revolutionierte er die Oper (Wagner, Mozart, Beethoven, zeitgenössische Werke); als Komponist schuf er 9 vollendete Sinfonien + die „Unvollendete“ Nr. 10, das Lieder-und-Orchester-Werk Das Lied von der Erde (1908/09), Liederzyklen (z. B. Lieder eines fahrenden Gesellen, Kindertotenlieder, Rückert-Lieder) und das frühe Das klagende Lied. Sein Stil: riesige Orchester, extreme Kontraste, tiefste Emotion, Zitate aus Volksliedern/Märschen, philosophische Tiefe (Tod, Natur, Liebe, Weltschmerz) – beeinflusst von Beethoven, Wagner, Bruckner und Volksmusik.1907 heiratete er die 19 Jahre jüngere Alma Schindler (die ihre Komponierambitionen aufgab); sie hatten zwei Töchter (die ältere Maria starb 1907 mit 4 Jahren an Scharlach/Diphtherie – tiefe Trauer in Kindertotenliedern). 1907–1911 leitete Mahler die Metropolitan Opera und das New York Philharmonic. 1911 erkrankte er an Streptokokken-Endokarditis; er starb am 18. Mai 1911 in Wien (50-jährig). Letzte Worte: „Mozart! Mozart!“Zu Lebzeiten umstritten, wurde Mahler posthum (durch Dirigenten wie Bruno Walter, Willem Mengelberg, Leonard Bernstein) zum Giganten der Moderne – Vorbild für Schönberg, Berg, Britten, Shostakovich.

Lieder

Des Knaben Wunderhorn

No 1. Der Schildwache Nachtlied

No 2. Verlorne müh'!

No 3. Trost im Unglück

No 4. Wer hat dies Liedlein erdacht?

No 5. Das irdische Leben

No 6. Des Antonius von Padua Fischpredigt

No 7. Rheinlegendchen

No 8. Lied des Verfolgten im Turm

No 9. Wo die schönen Trompeten blasen

No 10. Lob des hohen Verstands

No 11. Revelge

No 12. Der Tambourgesell

No 13. Es sungen drei Engel

No 14. Urlicht (Text: Volkslieder )

No 15. Das himmlische Leben

Noten/Scores:
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