

Wolfgang Amadeus Mozart (getauft Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart), geboren am 27. Januar 1756 in Salzburg, war ein österreichisches musikalisches Wunderkind und einer der größten Komponisten aller Zeiten – Inbegriff des klassischen Zeitalters und Genie der Melodie, Form und Ausdruckskraft.Sohn des Komponisten und Geigenlehrers Leopold Mozart und Anna Maria Pertl, zeigte er ab dem Alter von 3 Jahren außergewöhnliches Talent. Mit 5 schrieb er erste Kompositionen, mit 6 begann die legendäre Europa-Tournee mit Schwester Nannerl („Kinderwunder“). Die Familie reiste bis 1773 durch Deutschland, Frankreich, England, Italien, Holland – Mozart lernte alle großen Musiker kennen (u. a. J. Chr. Bach, Padre Martini).Ab 1777 versuchte er, eine feste Anstellung außerhalb Salzburgs zu finden (Paris, Mannheim, München), kehrte aber 1779 als Hoforganist zurück. 1781 brach er endgültig mit dem Erzbischof Colloredo und siedelte nach Wien über – freier Künstler, finanziell prekär, aber hochproduktiv. 1782 heiratete er Constanze Weber (sechs Kinder, nur zwei Söhne überlebten).Mozart schuf in nur 35 Jahren über 600 Werke: 41 Sinfonien (bes. Nr. 40 g-Moll, Nr. 41 „Jupiter“), 27 Klavierkonzerte (z. B. d-Moll KV 466, C-Dur KV 467), 5 Violinkonzerte, Kammermusik („Haydn-Quartette“, Streichquintette), Opern („Die Entführung aus dem Serail“ 1782, „Die Hochzeit des Figaro“ 1786, „Don Giovanni“ 1787, „Così fan tutte“ 1790, „Die Zauberflöte“ 1791, „La clemenza di Tito“ 1791), Messen (c-Moll-Messe KV 427, Krönungsmesse KV 317), Requiem (unvollendet KV 626), Lieder, Klaviersonaten, Variationen.Sein Stil: perfekte Balance von Form und Gefühl, unübertroffene Melodik, dramatische Tiefe, Humor und Transzendenz – Brücke zwischen Barock, Klassik und Romantik.Mozart starb am 5. Dezember 1791 in Wien (35-jährig) an rheumatischem Fieber (genaue Ursache umstritten). Er wurde in einem Schachtgrab auf dem St. Marxer Friedhof beigesetzt. Sein Vermächtnis ist unermesslich – die Musik der Menschheit schlechthin.